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Feuchte- und Dichtheitsmonitoring

Feuchte- und Dichtheitsmonitoring

Zu spät erkannte Feuchteschäden an und in Gebäuden belasten die Volkswirtschaft hinsichtlich Schadensfolge- und Sanierungskosten enorm. Feuchteschäden in Gebäuden verursachen hygienische Defizite und führen zu psychischen Belastungen sowie dem Verlust von Lebensqualität. Ebenso sind umweltrelevante Folgen von großer Bedeutung, da die Beschädigung der Bausubstanz erheblichen Material-, Arbeits- und Geräteaufwand für Sanierungen erfordert.

Ein vordringliches Ziel ist daher, den Feuchtezustand in Zukunft mittels Gebäudeassistenzsystemen, ohne Eingriffe in das Bauteil, zu visualisieren. Dies bedeutet, dass die Planung und Ausführung von Feuchte- und Dichtheits-Monitoringsystemen innerhalb der Gebäudehülle zukünftig zum Standard erklärt werden wird. Für die Umsetzung bedarf es Personen mit nachweislicher Qualifikation.

Im praxisorientierten Universitätskurs erlernen Sie, auf Basis von Grundlagenwissen, Problemstellungen zu erkennen und unter Anwendung von Simulationswerkzeugen adäquate Lösungsvorschläge für die Praxis zu planen und Messdaten auszuwerten.

Inhalte:

Der Universitätskurs besteht aus 5 Modulen, wobei Modul 0 Grundlagen bei entsprechendem Nachweis der Vorqualifikationen entfallen kann.

Modul 0: Grundlagen (optional)

  • Thermische Grundlagen Wärmeschutz (U-Wert homogener und inhomogener Bauteile, U-Wert Fenster)
  • Sommerliche Überwärmung (Fallbeispiel mit händischer Berechnung)
  • Hygrische Grundlagen Feuchteschutz (stationäres Fallbeispiel mit händischer Berechnung)

Modul 1: Planung

  • Systemarten
  • Position am Objekt
  • Datenübertragung
  • Gesetze, Normen, Richtlinien

Modul 2: Auswertung der Messergebnisse

  • Instationäre, hygrothermische Simulationen
  • Auswertung von Messergebnissen
  • Interpretationen

Modul 3: Einbaupraxis

  • Herstellerspezifische Einbaupraxis auf einem durch ASMME zertifizierten System

Modul 4: Projektarbeit

  • Planung, Einbau und Auswertung anhand eines konkreten Projektes

Zielgruppe:

Der Kurs richtet sich an:

  • Baumeisterinnen und Baumeister
  • Fachkräfte in den Bereichen Architektur, Bauingenieurswissenschaften bzw. Zivilingenieurswesen
  • Personen mit facheinschlägiger FH-Ausbildung (z.B. Bauplanung und Bauwirtschaft)
  • Gebäudehüllenspezialistinnen und Gebäudehüllenspezialisten
  • Personen mit einschlägiger Vorbildung aus der Sparte Dach-, Spengler-, Bauwerksabdichtungstechnik oder Monitoringsystemhersteller

Eckdaten:

  • Dauer: 5 Tage
  • Abschluss: Zertifikat der TU Graz
  • ECTS-Anrechnungspunkte: 5
  • Unterrichtssprache: Deutsch
  • Teilnahmegebühren: 1.650 Euro (MwSt.-frei) inkl. Kursunterlagen und Pausengetränke
  • Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer: max. 25
  • Kursort: TU Graz


Zum Lehrplan

Zulassungsvoraussetzungen:

Voraussetzung für die Zulassung zum Universitätskurs ist die Erfüllung einer der folgenden Qualifikationen:

  • Abgeschlossene Ausbildung als Baumeister bzw. Baumeisterin oder in den Bereichen Architektur, Bauingenieurswissenschaften bzw. Zivilingenieurswesen
  • Facheinschlägige FH- Ausbildung (z.B. Bauplanung und Bauwirtschaft)
  • Ausbildung zum Gebäudehüllenspezialisten bzw. zur Gebäudehüllenspezialistinnen

Termine:

Die kommenden Termine finden Sie in unserem Terminkalender oder auf der Website der TU Graz.


Zum Terminkalender

Wissenschaftliche Leitung:

Kontakt:

Hans HAFELLNER
Baumeister Dipl.-Ing. BSc
Institut für Hochbau
Tel.: +43 316 873 6246
hafellner@tugraz.at 

Mag. Vera POSCHAUKO
TU Graz Life Long Learning
Tel.: +43 316 873 4932
vera.poschauko@tugraz.at 


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